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Gesundheit
Arbeit
Teilhabe

Kurzinfo zum Projekt GATe

Gesundheit und Arbeit sind wichtige Voraussetzungen für eine gelungene gesellschaftliche Teilhabe.

Das vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Projekt GATe wendet sich an Inklusionsbetriebe. Gemeinsam mit 8 noch auszuwählenden Inklusionsbetrieben werden Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) entwickelt und konkret umgesetzt. Nach Abschluss der Pilotphase werden die Konzepte und gewonnenen Erfahrungen veröffentlicht und die Ergebnisse der wissenschaftlichen Evaluation allen Betrieben sowie der Fachöffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

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1. Projektträger

Projektträger ist das Institut für interdisziplinäre Arbeitswissenschaft (iAW) an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Leibniz Universität Hannover.

Partnerin des Vorhabens ist die Fachberatung für Arbeits- und Firmenprojekte (FAF) gGmbH.

Gemeinsam verfügen die Kooperationspartner über eine umfangreiche Expertise in Bezug auf Betriebliche Gesundheitsförderung in Theorie und Praxis, Beratung und Begleitung von Organisationen in Veränderungsprozessen, arbeitswissenschaftliches Knowhow sowie langjährige Erfahrung in der Beratung von Inklusionsfirmen.

2. Projektbeginn und Laufzeit

Das Projekt beginnt am 1. Oktober 2019 und ist auf 3 Jahre angelegt.

Die teilnehmenden Pilotbetriebe werden während der Laufzeit kostenfrei von iAW und FAF unterstützt und kontinuierlich beraten und begleitet.

3. Betriebliche Gesundheitsförderung

Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) ist ein Verfahren, in dem - unter Beteiligung der Mitarbeitenden - ermittelt wird, welche betrieblichen Strukturen, Prozesse oder auch individuellen Verhaltensweisen zu Belastungen, Stress und gesundheitlichen Problemen führen (können) und wie entsprechende Abhilfe erbracht bzw. Prävention gestaltet werden kann. Ein solches Verfahren verbessert die Arbeitszufriedenheit und Motivation der Mitarbeitenden und bietet die Chance, die Leistungs­fähigkeit der Mitarbeitenden und damit letztendlich die Produktivität des Betriebes zu steigern. BGF begünstigt den sozialen Wandel in Organisationen, trägt zu einer Organisationsentwicklung bei und bietet Betrieben die Chance einer gesteigerten Resilienzkompetenz.

4. Handlungsnotwendigkeiten

Aufgabe der Inklusionsfirmen ist es, Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung zu schaffen und nachhaltig zu sichern. Maßnahmen der Gesundheitsförderung unterstützen das inklusive Personalmanagement.

Seit 2018 sind diese Maßnahmen eine neue gesetzlich im § 216 SGB IX definierte Aufgabe.

Nach Erkenntnissen des FAF Monitorings haben viele Betriebe bereits mit der Entwicklung betrieblicher Gesundheitsförderung begonnen. Sie sind dabei jedoch auf Unterstützung angewiesen:

Erfahrungen belegen, dass die meisten der von Berufsgenossenschaften und Krankenkassen (kostenfrei oder kostengünstig) angebotenen, in der Fachliteratur beschriebenen sowie in Forschungsprojekten untersuchten BGF-Maßnahmen nicht auf die spezifische Situation von Menschen mit Schwerbehinderung zugeschnitten und in Inklusionsbetrieben damit nur eingeschränkt anwendbar sind.

5. Nutzen

Die teilnehmenden 8 Pilotbetriebe haben die Möglichkeit, die Ist-Situation in ihrem Betrieb konkret zu analysieren und zu reflektieren sowie auf die Besonderheiten ihres Inklusionsbetriebes zugeschnittene BGF-Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen.

Bestimmte kostenpflichtige Leistungen Externer (Berater/innen, Trainer/innen) sind in den
8 Pilotbetrieben aus Projektmitteln von GATe finanzierbar.

Ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin des Betriebes wird vom GATe Projekt für die Moderation und Steuerung des Projektes zum/zur „Gesundheitscoach“ (Arbeitstitel) fortgebildet.

Alle 8 Pilotprojekte nehmen an Austauschprozessen und anderen Netzwerkveranstaltungen teil. Darüber hinaus partizipieren sie von abrufbaren Informationen, Materialien und Newslettern.

Die Gesamtplanung von GATe wird natürlich auf die vorhandenen personellen Ressourcen und zeitlichen Möglichkeiten von inklusiven Klein- und Mittelbetrieben Rücksicht nehmen.

6. Wie können Sie von den Ergebnissen profitieren?

GATe wird die Fachöffentlichkeit auf einer Website regelmäßig über den Stand des Projektes unterrichten und anwendbare Erkenntnisse zeitnah veröffentlichen. Ein Mail-Verteiler ist angedacht. Ferner sind ein Ergebnisworkshop sowie eine Abschlusstagung geplant.

7. Sind Sie interessiert an einer Projektteilnahme?

Wenn Sie gerade dabei sind, die gesundheitliche Situation in Ihrem Betrieb zu reflektieren um Maßnahmen für eine Verbesserung zu entwickeln und wenn Sie interessiert sind, die zu leistenden Arbeiten mit Unterstützung des GATe Projektes im Verbund mit anderen Pilotprojekten durchzuführen, bitten wir Sie, Kontakt zu uns aufzunehmen.

Die 8 Pilotprojekte werden in einem transparenten Verfahren ausgewählt.

Um verallgemeinerbare Ergebnisse zu liefern, soll die Gruppe der teilnehmenden Betriebe nach den Kriterien einer ausgewogenen Mischung von Branchen, Betriebsgrößen, beschäftigten Menschen mit Schwerbehinderung sowie angemessener regionaler Verteilung zusammengestellt werden.

Ein Verbund kleinerer Inklusionsunternehmen im regionalen Netzwerk, welche sich gemeinsam und arbeitsteilig den Aufgaben stellen, wird ebenfalls zu den Pilotprojekten gehören.


Kontaktadressen

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Leibniz Universität Hannover
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Institut für interdisziplinäre Arbeitswissenschaft (iAW)
Schloßwender Str. 7
30159 Hannover

T: 0511 - 762 4847
E: christiane.perschke@wa.uni-hannover.de (Gesamtprojektleitung)
W: www.wa.uni-hannover.de/de/institut/

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Fachberatung für Arbeits- und Firmenprojekte
(FAF)
gGmbH
Kommandantenstr. 80
10117 Berlin

T: 030 - 251 10 66
E: gate@faf-gmbh.de
W: www.faf-gmbh.de